Marathon – Läuferaustausch Hamburg-Chicago 2007

toll, toller, am tollsten! groß, größer, am größten!

Als ich im April 2007 auf der „Marathon-Messe“ in Hamburg meine Startunterlagen abholte, fand ich mich plötzlich am Messestand des ‚Fördervereins Hamburg-Chicago‘ wieder. Hier wurde eifrig für den „30. Chicago-Marathon“ am 07.10.2007 geworben. Ich füllte gleich völlig unverbindlich ein Informationsformular aus.

Schon bald meldete sich Gerhard Fresmann vom Förderverein per E-Mail. Nun wurde es ernst. Ich gab meine persönlichen Daten an und meldete mich verbindlich für den Läuferaustausch Hamburg-Chicago an. Die Anmeldung für den Marathon und die Unterbringung bei einer Gastfamilie wurde vom Förderverein übernommen. Ich brauchte mich nur noch um den Flug kümmern. Zwischenzeitlich hat mich Gerhard Fresmann per E-Mail immer auf den neusten Stand gebracht (Unterbringung, Anmeldung beim Veranstalter usw.) und Fragen, welcher Art auch immer, wurden von Gerhard sofort und total nett beantwortet.

Mein Freund Dieter und ich buchten schon bald den Flug nach Chicago. Aber wenn man schon mal da ist, dachten wir uns, hängen wir gleich mal ein paar Urlaubstage ran und fahren mit einem Mietwagen via Toronto, Niagara Fälle nach New York und fliegen von dort aus nach Hause.

Schon bald fand ich meinen Namen als gemeldeter Läufer für den „Chicago-Marathon“. Die Anmeldung war perfekt. Die Unterlagen kamen, wie von Gerhard Fresmann vorausgesagt, sehr kurzfristig. Anfang September meldete sich dann per EMail Christoph Lichtenfeld, Vizepräsident Förderverein Hamburg-Chicago. Wir wurden unserer Gastfamilie zugeteilt. Sofort tauschten wir uns mit unseren Gasteltern aus. Auch wenn wir nur sehr, sehr wenig Englisch können und unsere Gasteltern kein Deutsch, war es das geringste Problem. Wir freuten uns schon riesig auf unseren Aufenthalt in Chicago.

Am dritten Oktober flogen wir dann los. Unsere Gastgeber waren total nett und haben uns jeden Wunsch erfüllt. Die Stadt Chicago war erst recht der Hammer. Die Startnummer holten wir am Freitag auf der Messe ab, hier war unser erster Gang zu Gerhard Fresmann und Ehefrau am „Hamburg-Stand des Fördervereins Hamburg-Chicago“ und bekamen noch die letzten Tipps für unser Rennen. Am Samstag vor dem Marathon wurde vom Förderverein noch eine Pastaparty organisiert. Das war total super. Sie fand bei Herrn Achilles im Apartement statt. Die Nudeln waren spitze! Und wir Läufer hatten natürlich nur ein Thema!

Sonntagmorgen, sieben Uhr, links die Wolkenkratzer, rechts der Buckingham Fountain und dahinter die aufgehende Sonne über dem Michigansee. Jeder der schon mal einen Marathon gelaufen ist, kennt das besondere Kribbeln vor dem Start. Aber das hier war etwas anderes, einer der größten Marathonläufe der Welt und ich mittendrin. Zehn Minuten vor dem Start noch mal Gänsehaut als die amerikanische Nationalhymne live gesungen wurde. Und die Amerikaner? Hand aufs Herz und eine absolute Stille. Nach dem Startschuss ging die Party richtig los.

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Nach dem Marathon: Abschiedsparty für die Gastgeber (Chicago, Herbst 2007) - Photo: Gerhard Fresmann

Studs Terkel Als der Marathon gelaufen war, trafen wir Läufer uns noch mal mit allen Gastgebern zu einer Abschlußparty. Auch das war richtig klasse. Nach einem Gruppenfoto, dem ersten Bier und Austausch von Leid und Freud, haben wir uns an dem super Buffet die abgelaufenen Kohlenhydrate wieder einverleibt. Für Montag hatten wir uns noch beim Förderverein für eine Bootsfahrt auf dem Chicago River und dem Lake Michigan angemeldet. Dieses Treffen zum Abschluss war noch mal richtig schön.

Der Aufenthalt bei einer Gastfamilie ist eine ganz tolle Sache. Die ehrenamtliche Tätigkeit von Gerhard Fresmann und Christoph Lichtenfeld ist besonders lobenswert. Ich fühlte mich stets gut informiert und habe zu keiner Zeit gezweifelt, dass etwas nicht klappen könnte. Auch die vom Förderverein organisierten Veranstaltungen vor und nach dem Marathon haben total Spaß gemacht und gaben der Reise noch mal einen ganz besonderen Charakter. Wer Stadtmarathons mag und schon immer mal im Ausland laufen wollte, sollte diesen auf gar keinen Fall auslassen.