Aufwärtstrend: Chicagos Museen und Zoos legen zu

Besucherzahl steigt 2009 um sieben Prozent
– Kultur auch in Krisenzeiten gefragt

Dass kulturelle Einrichtungen in Krisenzeiten ihren ganz besonderen Wert haben, zeigen jüngste Erhebungen in Chicago. Gegen den allgemeinen Trend in Wirtschaft und Handel verzeichneten 14 Museen und Zoos der amerikanischen Großstadt am Michigansee im vergangenen Jahr ein Plus von sieben Prozent im Besucheraufkommen. Gezählt wurden 14,8 Millionen Gäste.
Gary T. Johnson, Präsident des Chicago History Museum, bringt das Ergebnis der Auswertung auf den Punkt: „In schwierigen Zeiten suchen die Menschen nach Werten, die im Leben eine Rolle spielen.“ Darüber hinaus verweist der Präsident des namhaften Museums auf die wirtschaftliche Bedeutung kultureller Einrichtungen, die neben ihrer Bildungs- und Unterhaltungsaufgabe Jobs und Steuereinkünfte generieren.

Das stärkste Interesse galt Tieren. Auf Platz 1 und 2 kamen der Lincoln Park Zoo (3 Millionen Besucher) und der Brookfield Zoo (2,2 Millionen), gefolgt vom Shedd Aquarium (1,9 Millionen). Knapp dahinter lag mit 1,8 Millionen Besuchern das renommierte Art Institute of Chicago, dessen Anbau „Modern Wing“ – eine architektonische Meisterleistung – dazu beitrug, das Institut im vergangenen Jahr zum meist besuchten Museum Chicagos werden zu lassen.

Die befragten Institutionen sind Art Institute of Chicago, Chicago History Museum, DuSable Museum of African American History, Field Museum, Museum of Contemporary Art, Museum of Science and Industry, National Museum of Mexican Art, Notebaert Nature Museum, Children’s Museum, Lincoln Park Zoo, Brookfi eld Zoo, Shedd Aquarium und Chicago Botanic Garden.