White City, Century of Progress – und danach? Chicagos große Weltausstellungen
Am Donnerstag, 20. November 2014, hielt Frau Prof. Dr. Astrid Böger, Professorin für Literatur und Kultur Nordamerikas an der Universität Hamburg, im Amerikazentrum einen Vortrag zum Thema „White City, Century of Progress – und danach? Chicagos große Weltausstellungen“.

Nur sechzig Jahre nach seiner Gründung wurde Chicago 1893 zum Schauplatz einer der berühmtesten amerikanischen Weltausstellungen, der World’s Columbian Exposition, mit der offiziell die vierhundert  Jahre zurückliegende ‚Entdeckung‘ Amerikas durch Christopher Columbus gefeiert und zudem demonstriert werden sollte, dass Chicago sich nach dem großen Brand von 1871 nicht nur erholt, sondern zu einer der wichtigsten amerikanischen Metropolen aufgeschwungen hatte. Das imposante neoklassizistische  Ensemble der ‚White City‘ blieb vielen Besuchern in besonderer Erinnerung (Abb. 1/Folie 4: Court of Honor), auch weil es im denkbar großen Kontrast zur modernen Architektur stand, für die Chicago seinerzeit im Begriff stand berühmt zu werden. Bei der Ausstellung konnte man nicht nur einen Querschnitt durch die Welt der Waren und Kulturgüter erleben; zudem bot Chicago als erste Weltausstellung überhaupt einen informellen Bereich, die sogenannte Midway Plaisance, die so unterschiedliche Erlebnisse bereithielt wie eine Fahrt mit dem ersten Riesenrad, Vorführungen exotischer Völker – ähnlich den europäischen Völkerschauen – sowie die Streets of Cairo mit der sagenumwobenen Bauchtänzerin „Little Egypt.“ Auch wenn es durchaus Kritiker gab wie etwa den Architekten Louis Sullivan oder auch Frederick Douglass, der die mangelnde Beteiligung von Afro-Amerikanern beklagte, war die Ausstellung mit ca. 27 Millionen Besuchern ein großer Erfolg und gilt heute als eine der einflussreichsten Weltausstellungen der Geschichte.
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Erinnerungen an eine bedeutende Weltausstellung: Sonderschau zum 120-jährigen Jubiläum der Columbian Exposition in Chicago
„Opening the Vaults: Wonders of the 1893 World’s Exhibition“ Von Dinosaurier-Skeletten bis Kaugummi: Raritäten, Schätze und Skurriles aus den Sammlungen des Field Museums

Die „Columbian Exhibition“ in Chicago von 1893 gehörte zweifelsfrei zu den wichtigsten Weltausstellungen des 19. Jahrhunderts. 22 Jahre, nachdem ein großes Feuer nahezu die gesamte Innenstadt Chicagos zerstört hatte, präsentierte sich die Stadt als ein Zentrum der Moderne, der Wissenschaft und der Kultur. Die Sonderschau „Opening of the Vaults: Wonders of the 1893 World’s Fair“ vom 25. Oktober 2013 bis 7. September 2014 in Chicagos Field Museum erinnerte in vielen Facetten an dieses Ereignis und ließ zugleich den von Fortschrittsglauben und Optimismus geprägten Geist jener Zeit wieder aufleben. Zu sehen waren dabei auch zahlreiche Exponate, die seit 1893 zum ersten Mal wieder öffentlich gezeigt wurden.
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Wort.Word.Lich - das Treffen der größten Poetry Slam Kulturen!

Am 26. September 2014 präsentierte das Amerikazentrum das amerikanisch-deutsche Poetry Slam Projekt „Wort.Word.Lich“ mit lebendiger Bühnenpoesie aus den USA und Deutschland in deutscher und englischer Sprache. Sechs der besten Slam Poeten unter 21 Jahren aus den USA und Deutschland erarbeiteten eine Woche lang in Berlin ein bilinguales Poetry Slam Programm, das zur Aufführung kam.  Das Projekt wurde geleitet von den Literaturveranstaltern und Poeten Robbie Q. Telfer aus Chicago und Lars Ruppel aus Berlin.
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US Generalkonsulat Hamburg und Konrad-Adenauer-Stiftung führen Veranstaltungsreihe zur Stadt der Zukunft durch

Die Partnerstädte Hamburg und Chicago gehören zu den am schnellsten wachsenden Städten in Deutschland und den USA. Das rasante Städtewachstum stellt die Stadtverwaltung und die Bürgerinnen und Bürger vor neue Herausforderungen. Um genau diese Herausforderungen zusammen mit Experten aus dem Bereich Stadtentwicklung/Stadtplanung zu diskutieren, luden das Politische Bildungsforum Hamburg der Konrad-Adenauer-Stiftung und das US Generalkonsulat Hamburg am 26. Juni gemeinsam zu der Veranstaltung „Die Stadt von Morgen“ ins Wälderhaus auf dem ehemaligen IBA-Gelände ein.
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Größtes Feuerwerk in der Geschichte Chicagos
Das erste Great Chicago Fire Festival am 4. Oktober 2014

Ein großes pyrotechnisches Spektakel bildete am 4. Oktober 2014 den Höhepunkt der Feierlichkeiten, mit denen die Stadt Chicago ihres Wiederaufbaus nach dem Großen Feuer von 1871 gedachte. Das Great Chicago Fire Festival fand zum ersten Mal statt und stellte die Innovationskraft der Metropole, ihren ständigen Willen nach Erneuerung sowie ihre Einwohner und vielfältigen Stadtviertel in den Mittelpunkt. Das Feuerwerk, das „Grand Spectacle“, sollte das größte in der Stadtgeschichte werden. Im Zentrum standen dabei drei schwimmende Plattformen auf dem Chicago River, von denen aus das Spektakel mit Feuerskulpturen zündete. Begleitet wurde der Event unter anderem von Feuertänzern entlang des Ufers und einem Steampunk-Schiff. Auf der neu eröffneten Uferpromenade fand zudem ein großer Jahrmarkt statt. Der Besuch des Great Chicago Fire Festivals war, wie die meisten Festivals in Chicago, kostenfrei. www.chicagofirefestival.com
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Konzerte, Kunst und mehr: Chicagos Millennium Park feierte seinen zehnten Geburtstag
Kostenlose Events während des ganzen Sommers 2014 – Hochkarätige Konzerte von Indie Rock und Pop bis zu Jazz und Klassik – Neue Installation von Jaume Plensa

Kostenlose Konzertreihen, eine spektakuläre neue Kunstinstallation und jede Menge Fun: Chicago ehrte im Sommer 2014 den Millennium Park auf ganz besondere Weise. Anlass war der zehnte Geburtstag der etwa 100.000 Quadratmeter großen Grünanlage zwischen Chicagos Innenstadt und dem Ufer des Lake Michigan.

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Luftfahrtgipfel in Chicago: World Routes

Vom 20. bis 23. September 2014 trafen sich in Chicago führende Vertreter der internationalen Luftfahrtindustrie. Insgesamt wurden zur 20. World Routes, eine der wichtigsten Veranstaltungen der kommerziellen Luftfahrt, rund 3.000 Vertreter von 300 Fluggesellschaften, 800 Flughäfen und 200 Zielgebieten erwartet, um über aktuelle Herausforderungen des Luftverkehrs zu diskutieren und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen. Gastgeber waren das Luftfahrtamt der Stadt Chicago sowie Choose Chicago, die Tourismusorganisation der Metropole am Lake Michigan.
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My Time in Hamburg By Phil Zeni

As our four year adventure draws to a close, my wife Debra and I look back on our time in Hamburg with great fondness.

The city is beautiful, of course, and the range of cultural and social opportunities has always seemed unlimited, but what really has made this time so special are the people we have met and grown to know and love.

Hamburg boasts that it is an international city. We found this to be absolutely true. From our earliest involvement in several expat clubs, to active membership in the Anglican Church of St Thomas Becket, to service as an officer and board member of the Amerikazentrum, the national and ethnic diversity of Hamburg has been emphatically confirmed.
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Guide Michelin Chicago 2015
Alinea und Grace erhalten 3 Sterne

Chicago festigt weiter den Ruf als eine der besten kulinarischen Metropolen Nordamerikas. Dies bestätigt auch die neue Bewertung 2015 des Guide Michelin.

Gleich zwei Restaurants erhielten in diesem Jahr die Spitzenbewertung von 3 Sternen: bereits im fünften Jahr in Folge das Alinea mit Starkoch Grant Achatz sowie neu Grace mit Küchenchef Curtis Duffy, das im vergangenen Jahr 2 Sterne erreicht hatte. Die beiden Restaurants gehören laut Michelin damit zu den 115 besten Gourmettempeln der Welt, die alle mit 3 Sternen ausgezeichnet wurden.
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Labyrinth in Chicago

Die Sitztribüne im alten Opernsaal von Chicago, heute Veranstaltungsort des CircEsteem, ist überfüllt. Die Sängerin der Band Neurokitchen vibriert am ganzen Körper, während sie das Finale ihres Bluessongs intoniert. Zu den Rhythmen des Schlagzeugs lassen sich kurz darauf zwei Zirkusartistinnen von der Decke fallen und werden von ihrem Vertikalseil kurz vor dem Boden gehalten. Atempause! Die Band spielt einen Soundteppich, auf dem die Artistinnen in Schwüngen mit dem Seil tanzen, bevor sie wieder in die Höhe steigen, das Seil um ihre Körper legen und sich mit dem Rücken am Seil in der Höhe balancieren. Die Verschmelzung von Live-Konzert und Zirkusshow ist elektrisierend und dauert 45 Minuten : am Trapez 3 m hoch, an einer 6 m hohen Stange, bei tanzakrobatischen Sprüngen an Bungeegummis oder in der Tanzchoreografie. Die Band spielt dazu Reggae, Blues, Rock oder Balladen.
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